Die juristischen Auseinandersetzungen zwischen Softwareriesen wie Microsoft, Oracle oder SAP, die sich um ihre Umsätze mit Neulizenzen sorgen, und Softwarehändlern brachte nicht nur Teilerfolge für letztere Parteien. Unangenehmer Nebeneffekt für Hersteller: Viele Gerichtsurteile sorgten und sorgen nach wie vor zwar für eine gewisse Verunsicherung bei Anwendern, ob der Verkauf gebrauchter Software rechtens sei und einige Verfahren sind noch schwebend, wie das Splitten von SAP-Volumenlizenzen. Doch insgesamt können sich die Used-Software-Reseller darüber freuen, das Thema mit großer Anteilnahme und ohne viel Werbung in die Öffentlichkeit gebracht zu haben. In keinem anderen Land seien so viele Fachhändler für gebrauchte Software aktiv wie in Deutschland, sagt Susen. Der Zweitmarkt habe sich nach zehn Jahren etabliert.
Erstaunlich ruhig gehe es in letzter Zeit an den Fronten zu, registriert Axel Susen. Eine trügerische Ruhe, glaubt der Manager ausgemacht zu haben, denn offenbar droht dem Markt für gebrauchte Software aus einer anderen Ecke Gefahr.



